Mitglieder

Kerry Jago – Alt, Musikalische Leitung

Dorothea Jakob – Sopran
Ulrike Barth – Sopran
Jessica Jans – Sopran

Bruno Michalke – Tenor
Philipp Nicklaus – Tenor

Ansgar Eimann – Bass/Orgel
Fabian Hemmelmann – Bass
Joachim Höchbauer – Bass
Sebastian Myrus – Bass

Susanne Herre – Theorbe

Kerry Jago:

Kerry JagoKerry Jago wurde in England geboren und wuchs in Neuseeland auf. Dort studierte er an der Victoria University of Wellington Komposition und Geschichte. Von 2001 bis 2006 studierte er Orchesterleitung bei Eiji Oue an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, wo er auch von Prof. Frank Märkel entscheidende musikalische Einsichten durch ein Privatstudium in Musiktheorie bekam.

Neben den Meistern der Wiener Klassik gilt sein besonderes Interesse der Musik des finnischen Komponisten Jean Sibelius, insbesondere dessen Sinfonien, die trotz der Popularität anderer seiner Werke zumindest in Europa zu Unrecht weitgehend unbekannt geblieben sind. Außerdem beschäftigt er sich als ehemaliger Kompositionsstudent gerne mit neuer Musik, indem er viele Werke zeitgenössischer Komponisten dirigiert, darunter einige Uraufführungen.

2007 nahm er dazu ein Gesangsstudium bei Michael Chance und Maria Acda am Koninklijk Conservatorium Den Haag auf, das er im Sommer 2011 abschloss. Mit dem Singen kam auch das Interesse an der alten Musik, mit der er sich seitdem intensiv auseinandersetzt.

Er tritt regelmäßig als Solosänger auf und hat in Ensembles wie dem Kammerchor Stuttgart und dem Vocalensemble Rastatt mitgewirkt. Chorleitungsmeisterkurse absolvierte er u.a. bei Harald Jers und Jan Schumacher.

Seit 2012 ist Kerry Jago Leiter der Overbacher Singschule und Dirigent des Overbacher Kammerchores.

Dorothea Jakob:

Dorothea Jakob
Dorothea Jakob studierte an der Hochschule "Carl Maria von Weber" Dresden Gesang bei Prof. Ilse Hahn und spezialisierte sich während ihres Studiums auf Liedinterpretation bei Olaf Bär. Gleichzeitig begann sie im Nebenfach ein Dirigierstudium bei Prof. Hans-Christoph Rademann, das sie dann am Koninklijk Conservatorium Den Haag bei Jos van Veldhoven fortsetzte. Als Sängerin musizierte sie bereits mitprofessionellen Chören und Ensembles wie dem Nederlands Kamerkoor, dem Niederländischen Rundfunkchor, dem Huelgas Ensemble, Schola Heidelberg, Kammerchor Stuttgart, Chorwerk Ruhr und dem Dresdner Kammerchor. Seit 2004 gibt sie Liederabende mit wechselnden Duopartnern in Deutschland, Belgien und den Niederlanden und übernahm die Sopranpartie bei zahlreichen Oratorien von Bach, Händel, Mendelssohn, Fauré, Saint-Saens, Rossini etc. Seit April letzten Jahres leitet sie den Kirchenchor St. Cäcilia Bornheim-Dersdorf und die Chorgemeinschaft St. Georg Neunkirchen-Seelscheid. Derzeit absolviert sie ein Masterstudium im Fach Chorleitung bei Prof. Anders Eby an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf.

Ulrike Barth:

Ulrike Barth
Die gebürtige Berlinerin studierte Musikwissenschaft, Gesangspädagogik und Elementare Musikpädagogik in Berlin und Potsdam. Künstlerische Inspiration und wichtige musikalische Impulse bekam sie durch Hannerose Katterfeld (HfM Hanns Eisler Berlin).

Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist der solistisch besetzte Ensemblegesang des 16.-19. Jahrhunderts sowie der Moderne. So ist sie Mitglied des Ensembles Polyharmonique und des Athesinus Consorts Berlin, mit welchem bereits eine Reihe von CD-Aufnahmen entstanden, erschienen bei Carus und Chrismon.

Als Konzertsängerin widmet sie sich leidenschaftlich der alten Musik, hier vor allem den Werken J.S. Bachs.
Solistische Partien übernahm sie unter anderem beim Festival de Namur (2013), Théâtre des Champs-Élysées Paris (2012, "Medea" von P. Dusapin), KirchenKulturKongress der Evangelischen Kirche Deutschland in Berlin (2011, "Paulus. Das ängstliche Harren der Kreatur" von T. Jennefelt), Zermatt Festival (2010), Rheingau Festival (2008) und Potsdam (2001, Rolle des Armor in Orfeo & Euridice von C. W. Gluck).

Ulrike Barth ist regelmäβiger Gast beim Collegium Vocale Gent, Rias-Kammerchor, Nederlandse Bachvereniging, dem französischen Ensemble Pygmalion und dem Vocalconsort Berlin. Mit letzterem Ensemble wirkt sie auch in zahlreichen Opernproduktionen mit. Darunter sind die von der Choreographin Sasha Waltz gestalteten Opern “ Dido & Aeneas” (H. Purcell), “Medea” (P.Dusapin) und “Matsukaze” (Toshio Hosokawa), unter der Leitung von René Jacobs die 2007 an der Staatsoper Berlin in Szene gesetzte "Marienvesper" (C. Monteverdi) und Mozarts "Zauberflöte" (mit dem Rias-Kammerchor im Festival Aix-en-Provence 2009).
Die Zusammenarbeit mit Dirigenten wie René Jacobs, Philippe Herreweghe, Marcus Creed und vielen anderen inspirierten und prägten sie und führten sie auf Tourneen und Festivals u.a. nach London, Paris, Tel Aviv und Melbourne.

Jessica Jans:

Jessica Jans
Die gebürtige Baslerin Jessica Jans wuchs in einer musikalischen Familie auf, in der sie schon im jungen Alter eine Vielfalt an musikalischen Stilrichtungen erleben konnte. Sie studierte Gesang und Gesangspädagogik an der Hochschule für Musik Basel und an der Hochschule für Musik Detmold, an beiden Institutionen schloss sie mit dem Diplom ab.
Im Herbst 2013 wurde Jessica Jans in das Masterprogramm der Schola Cantorum Basiliensis aufgenommen, in dessen Rahmen sie sich auf traditionelle Vokaltechnik und historische Aufführungspraxis spezialisiert.
Regelmäßiges Stimmcoaching und musikalisch inspirierende Begegnungen mit Lehrern wie Margreet Honig und Roswitha Müller gaben ihr wichtige Impulse. Ein besonderes Anliegen war ihr schon immer das Musizieren in verschiedenen Ensembles und Kammermusikkonstellationen. Jessica Jans ist aktives Mitglied in mehreren professionellen Chören und Vokalensembles in Deutschland und der Schweiz, mit denen sie regelmäßig internationale Konzerte und Radioproduktionen gestaltet.
Im Sommer 2010 war sie Finalistin des Wettbewerbs für Schumann-Lieder der Gesellschaft für Freunde und Förderer der Hochschule für Musik Detmold. Zusammen mit ihrem Duo-Partner Dominik König gewann sie den 2. Preis und den Publikumspreis beim 1. Internationalen Orgel-Gesang-Wettbewerb in Neuss 2012 (der 1. Preis wurde nicht vergeben).

Fabian Hemmelmann:

Fabian Hemmelmann
Der Bariton Fabian Hemmelmann wurde 1977 in Lahnstein/ Rheinland-Pfalz geboren.
Er studierte bei Prof. Thomas Quasthoff (Detmold) 1998-2001 und bei Prof. Klesie Kelly-Moog (Köln) 2002-2004, es folgte die Konzertreife mit Schwerpunkt Zeitgenössische Musik an der Musikhochschule Köln 2006.

Frühe Liederabende bereits in den 90er Jahren mit Andreas Frese am Klavier führten ihn mit Schumanns Dichterliebe und Schuberts Winterreise nach Trier, Koblenz, Solingen, Sigmaringen und Limburg. Mit dem Gitarristen Christoph Weißbrod. präsentierte er Die Schöne Müllerin von Franz Schubert in der Gitarren-Fassung mit Konzerten in Gießen und Frankfurt
Dem folgten weitere Recitals mit der Dichterliebe in Humboldt-Konzertsaal Caracas/Venezuela 2006, dem Italienischen Liederbuch im Palais am Festungsgraben Berlin sowie Goethe-Vertonungen im Weißen Saal Stuttgart 2008 und dem Liederabend Im Feuer der Walpurgisnacht in der renommierten Kölner Konzertreihe Im Zentrum Lied mit seiner Pianistin Lara Jones. Zuletzt gemeinsam im August 2013 erklang mit ihr und Martin Walser als Erzähler die Schöne Magelone von Johannes Brahms in Bad Ems beim Festival Gegen den Strom.

Ein Schwerpunkt liegt für Fabian Hemmelmann bei der Neuen Musik. So war er als Solist bereits unter Marcus Creed in Schnittkes Faust-Kantate 2005 und in Berios Canticum auf der MusikTriennale Köln 2007 zu hören sowie mit der Schönberg-Serenade unter Pierre Boulez im KKL Luzern beim Lucerne Festival 2006 und Berios Sinfonia ebenda 2009. Weitere Auftritte bei der Biennale Venedig, dem mouvement-Festival Saarbrücken und dem eclat-Festival Stuttgart.
Außerdem gründete er die Kölner Vokalsolisten, ein Vokalensemble mit zeitgenössischem Schwerpunkt, das 2013 in der Philharmonie Köln debütierte. Mit zahlreichen oratorischen Werken von Bach (Matthäuspassion, Weihnachtsoratorium) und Händel (Messias) oder dem Brahms-Requiem sowie konzertanten Bühnenwerken sang Fabian Hemmelmann als Solist bereits in der Philharmonie Köln, der Beethovenhalle Bonn, der Alten Oper Frankfurt, dem Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, dem Limburger Dom unter Dirigenten wie Kay Johannsen, Morten Schult-Jensen und Helmuth Rilling.

Joachim Höchbauer:

Joachim Höchbauer
Der ehemalige Regensburger Domspatz absolvierte zunächst das Studium der Schulmusik an der Hochschule für Musik und Theater in München. An der Musikhochschule in Köln schloss sich das Zusatzstudium Liedbegleitung bei Prof. Glauß an, anschliessend komplettierte er dort seine Ausbildung im Hauptfach Gesang bei Professorin Mechthild Georg mit dem Diplom. Künstlerische Impuls im Laufe des Studiums erhielt er u.a. auch durch Helmut Deutsch, Christoph Pregardien und Wolfram Rieger.
Nach langjähriger Mitwirkung als Mitglied des Collegium Vocale Gent unter Philippe Herreweghe, tritt er vermehrt als Solist in Erscheinung. So führten Ihn solistische Auftritte u.a. in die Philharmonie Essen, Philharmonie Köln, Ruhrfestspielhaus Recklinghausen, Musiktheater Gelsenkirchen, zur Ruhrtriennale Bochum, zum Rheingau Musikfestival und zum Festival der Europäischen Kirchenmusik in Schwäbisch Gmünd und den Tiroler Festspielen in Erl. Er konzertierte u.a. mit den Nürnberger Symphonikern, der Neuen Philharmonie Westfalen, den Bochumer Symphonikern, den Bergischen Symphonikern, Das Neue Orchester (Christoph Sperling) und Barockorchestern wie der Capella Augustina (Brühler Schlosskonzerte mit Andreas Spering), Concerto Köln, der Kölner Akademie, dem Collegium Cartusianum (Peter Neumann). Er wirkte bei zahlreichen CD-Aufnahmen mit und konzertierte u.a. in Russland, USA, Polen, Italien, Schweden, Dänemark, Portugal sowie auf den Lofoten und in Karthago.
2014 stehen u.a. Projekte und Konzerte mit Jos van Immerseel (Schubert Quartette), in die Oper Lille, Oper Gent, Luxemburg, in der Philharmonie von Minsk, in Lissabon und in Utrecht (Early Music Festival) auf dem Programm.

Sebastian Myrus:

Sebastian Myrus
by Christoph Hellhake
Seine erste musikalische Ausbildung erhielt Sebastian Myrus beim Windsbacher Knabenchor, anschließend studierte er Gesang an der Hochschule für Musik und Theater in seiner Heimatstadt München. Gleichzeitig besuchte Sebastian Myrus die Opernschule an der Bayerischen Theaterakademie August Everding, wo er bereits während des Studiums wichtige Bühnenerfahrung sammeln konnte. Es schlossen sich Gastspiele in Ingolstadt, am Markgräflichen Opernhaus Bayreuth, im Deutschen Pavillon der EXPO in Hannover und bei der Münchner Biennale an. Bei den Schlossfestspielen in Ludwigsburg war er ebenso zu hören wie bei den Händelfestspielen in Halle. Für die Kinderkonzerte der Münchner Philharmoniker übernahm Sebastian Myrus die Rolle des Papageno, für 2014 sind Konzerte mit Haydns Schöpfung geplant. Für den Kirchenkulturkongress der EKD in Berlin sang er die Baritonpartie bei der Uraufführung von Thomas Jennefelts Kirchenoper Paulus.

Vor allem ist Sebastian Myrus als Konzertsänger tätig, im Zentrum steht dabei die geistliche Musik und vor allem das Werk Bachs. Seiner großen Leidenschaft, dem Ensemblegesang, geht er als gefragtes Mitglied bei renommierten Vokal- und Solistenensembles nach, darunter beim Chor des Bayerischen Rundfunks, dem Athesinus Consort Berlin, dem Collegium Vocale Gent, dem Amsterdam Baroque Choir und der Nederlandse Bachvereniging.

Als Konzertsolist hat Sebastian Myrus u.a. mit den Münchner Symphonikern, dem Freiburger Barockorchester, der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Orchestre des Champs-Elysées, Musica Amphion, dem Mendelssohn Kammerorchester Leipzig und dem Barockorchester Sevilla zusammengearbeitet. Dabei sang er unter namhaften Dirigenten wie Gary Bertini, Marcus Creed, Philippe Herreweghe, Manfred Honeck, Enrico Onofri, Helmuth Rilling und Jos van Veldhoven. Konzertreisen führten ihn durch ganz Europa, Asien und Amerika.

Susanne Herre:

Susanne Herre
by Horst Helmut Schmeck
Susanne Herre, geboren in Erfurt, erlernte zunächst das Instrument Mandoline, mit dem sie schon früh bei nationalen und später auch internationalen Wettbewerben erfolgreich war. Während ihres Mandolinenstudiums an der Musikhochschule Köln konnte sie wertvolle Erfahrungen sammeln, u.a. durch die Mitwirkung an der Lucerne Festival Academy (Leitung Pierre Boulez) und an Europa-Tourneen des European Union Youth Orchestra. Zur selben Zeit intensivierte sich ihr Interesse für die historisch informierte Aufführungspraxis, sodass sie anschließend ein Studium in den Hauptfächern Viola da gamba bei Rainer Zipperling sowie Laute und Kammermusik bei Konrad Junghänel an der Musikhochschule Köln aufnahm. Nach einem weiteren Studienjahr in Villeurbanne/Lyon bei Emmanuelle Guigues (Viola da gamba) studiert sie derzeit am Koninklijk Conservatorium in Den Haag bei Mieneke van der Velden und Philippe Pierlot (Viola da gamba) sowie Mike Fentross und Joachim Held (Theorbe). Neben einer regelmäßigen Konzerttätigkeit auf Gambe und Theorbe widmet sie sich u.a. der Recherche im Bereich historische Mandolinen.